Motopädie

Was ist Motopädie?
“Motopädie” setzt sich zusammen aus den Begriffen “Motorik”(Bewegung) und Pädagogik (Erziehung) und bedeutet demnach soviel wie “Erziehung durch Bewegung”.


Motopädagogik ist ein ganzheitlich orientiertes Konzept der Erziehung durch Bewegung, Wahrnehmung und des Erlebens. Stärken erkennen und nutzen, Schwächen behutsam behandeln – dabei die Persönlichkeit respektieren und das Selbstvertrauen stärken. In der Motopädagogikstunde hat das Kind die Möglichkeit sich und seinen Körper auszuprobieren, zu testen und erlernte Bewegungsabläufe in immer neuen Situationen zu wiederholen. Wiederholung ist dabei sehr wichtig. Nur durch die Wiederholung festigen sich Erlebnisse. Nur durch bewußte Erlebnisse sammelt der Mensch Erfahrungen. Und durch Erfahrungen bildet das Gehirn abrufbare Muster.


Wahrnehmungförderung muß allerdings nicht die Form von Funktionstraining annehmen, im Sinne psychomotorischer Förderung sollte sie eher in erlebnisreiche Bewegungsangebote oder spannenden Spielhandlungen eingebunden werden. Die Motopädagogik gibt dem Kind die Gelegenheit sich selbst, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch seine Stärken und Schwächen bei der Auseinandersetzung mit verschiedenen Spielmaterialien innerhalb einer kleinen Gruppe zu entdecken oder neu zu erleben. Je häufiger ein Kind die Erfahrung macht, daß seine Handlungen etwas bewirken, um so eher wird es Vertrauen in sich selbst gewinnen und damit auch ein positives Bild von sich selbst entwickeln. So tragen diese Erfahrungen im Wesentlichen zur Persönlichkeitsbildung des Kindes bei.


Denn ob sich ein Kind Neuem gegenüber eher zurückhaltend und abwartend verhält oder mit Freude und Neugier darauf zugeht, ob es seine Fähigkeiten hoch oder nur gering einschätzt, das alles ist abhängig von dem Bild das das Kind von sich selbst hat. Und dieses Bild entsteht durch die permanente Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt.

 

Ein weiterer Gedanke der Motopädgogik ist es die Bewegung als etwas Schönes zu erleben, die kindliche Phantasie anzuregen, starre Bewegungs- und Verhaltensmuster sowie Beeinträchtigungen des Bewegungsverhaltens entgegenzuwirken.

 

Ganz wichtig sind in diesem Zusammenhang
die über die Bewegung und Wahrnehmung
gemachten Erfahrungen.